Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. (2. Korinther 12,9)
Die Übertragung „Neues Testament und frühchristliche Schriften“ des Heidelberger Neutestamentlers Klaus Berger und seiner Frau, der Literaturwissenschaftlerin Christiane Nord, ist nicht unumstrittenen. Berger ordnet die Schriften des Neuen Testaments - und frühchristliche Schriften wie die Apostolischen Väter – in der nach seiner Sicht korrekten Reihenfolge ein. Älteste Schrift ist nach Berger der zweite Johannesbrief aus dem Jahre 50, ältestes Evangelium das Johannesevangelium (vor 70!). Die Datierungen sind mit Vorsicht zu genießen, haben aber diese Debatte neu belebt. Sprachlich sind einige Stellen überaus gelungen. Außerdem sind in diesem Band frühchristliche Schriften (auch einzelne apokryphe Evangelien) leicht zugänglich gemacht, die ein Licht auf die ersten beiden christlichen Jahrhunderte werfen.
Namhafte Theologinnen und Theologen haben diese Bibel nach Vorbild der Bibeltexte, die auf den Deutschen Evangelischen Kirchentagen Verwendung finden, übersetzt. Diese Bibelübersetzung soll nicht nur dem Urtext gerecht werden, sondern vor allem geschlechtergerecht übersetzen und gegenüber dem Judentum gerecht sein. Auch die soziale Gerechtigkeit ist ein Anliegen dieser heftig umstrittenen Übersetzung. Besonderheiten der Bibel wie die Anordnung des Alten Testaments in der Reihenfolge der hebräischen Bibel oder die schillernde Wiedergabe des Gottesnamens sowie die umfangreichen Register machen diese Übersetzung zu einer Bibel für bereits mit dem Text Vertraute. In Bibelrunden und Frauengruppen findet sie vor allem Anklang. Die Geschlechtergerechtigkeit wird allerdings stellenweise bis ins Unhistorische durchgeführt und die Gerechtigkeit gegenüber dem Judentum verdunkelt die Messianität Jesu.
In dieser Übersetzung wird eine bewusst nicht-kirchliche Sprache verwendet, die mitunter sehr rhetorisch und dramatisierend wirkt; Versziffern fehlen.
Hierbei handelt es sich um einen Versuch, den biblischen Text auch für der Kirche distanziert gegenüberstehende Menschen neu hörbar zu machen.
Zinks Übersetzung war ursprünglich sehr wortreich, frei, und enthielt zahlreiche in den Text eingefügte Erläuterungen. Die Neubearbeitung erscheint demgegenüber gestrafft, sprachlich eindringlicher, jedoch immer noch persönlich eingefärbt. Den Text begleitet ein fortlaufender Bilderkommentar.
Der Text eignet sich vor allem zur Meditation und Vertiefung in einzelne Stellen.
Die Übersetzung strebt strenge Wörtlichkeit an und Versucht auch durch weitere Mittel, den Originaltext nachzubilden (Nachahmung von Formen, Dramatisierungen u. ä.), was jedoch nicht immer ganz gelingt.
Interessant ist diese Übersetzung vor allem durch die Person des Übersetzers.