Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. (2. Korinther 12,9)
Begleitet wird die Arbeit der Bibelgesellschaft vom Vorstand. Präsident der Bibelgesellschaft ist seit 1999 Superintendent Mag. Paul Weiland (Evang. Kirche A.B., 2.v.l.), Vizepräsident ist Superintendent i.R. Prof. Helmut Nausner (Evang.-Methodist. Kirche, nicht im Bild), Dkfm. Werner Strnadt (Evang. Kirche A.B., 1. v.l.) ist seit 1995 Finanzreferent. Weitere Vorstandsmitglieder sind Chorepiskopos Prof. Dr. Emanuel Aydin (Syrisch-Orthodoxe Kirche, nicht im Bild), Brigitte Kohlweg (Altkath. Kirche, Mitte) sowie Pastor Mag. Lars Heinrich (Bund der Baptistengemeinden, 2.v.r.).Dem Vorstand gehört auch die Direktorin, Dr. Jutta Henner an (im Bild rechts).
(Foto oben, 2.v.l.)
Die Bibel ist für mich nicht nur ein Weisheits- und ein Kultbuch, sondern ein Lebensbuch. Sie verbindet meine begrenzten Welterfahrungen mit den unbegrenzten Glaubenserfahrungen und hilft mir so zu einem gelingenden Leben im Diesseits und im Jenseits.
Die Bibelgesellschaft hat als Hauptanliegen, Gottes Wort den Menschen heute hörbar, lesbar und verstehbar zu machen. Es ist zu allen Zeiten, gerade aber auch in Zeiten des Umbruchs und des Suchens wichtig, dass Menschen von diesem Angebot hören. Es ist weder für den einzelnen noch für die Gesellschaft unwesentlich, nach welchen Werten und Maßstäben Entscheidungen getroffen werden. Weil für mich die Bibel unverzichtbar für Menschen und ihr Zusammenleben ist, engagiere ich mich für ihre Verbreitung.
Die Bibel ist das Buch, das mich ständig begleitet. Seit meiner Jugendzeit habe ich gelernt und mich darin geübt, jeden Tag die Bibel zu lesen. Eine Empfehlung Dietrich Bonhoeffers aufnehmend lese ich jeden Tag ein Kapitel aus dem Alten Testament, einen Psalm und ein Kapitel aus dem Neuen Testament. Ich lese einfach, um mich mit dem weiten Land des biblischen Textes immer vertrauter zu machen. Ich tue das mit wachsender Freude. Obwohl ich die Bibel schon oft durchgelesen habe, habe ich nicht den Eindruck, mit diesem Buch fertig zu sein. Ich entdecke immer wieder Neues und Aufregendes. Und ich lese die Bibel in der Erwartung, dass Gott durch diese Texte direkt zu mir spricht. Das regelmäßige Lesen nährt meinen Glauben.
Die Arbeit der Bibelgesellschaft halte ich für wichtig. Immer noch haben nicht alle Menschen eine Bibel. Die internationale Bemühung der Bibelgesellschaften, den biblischen Text in möglichst vielen Sprachen zu Verfügung zu stellen, ist ein noch lange nicht erfüllter Auftrag. Auf der anderen Seite ist es ein bleibender Auftrag, die Bibel den Menschen nahe zu bringen, so dass sie regelmäßige Leser des biblischen Wortes werden. Das fördert nicht nur den persönlichen Glauben, sondern hat eine große ökumenische Perspektive. Die Heilige Schrift ist die Grundlage des christlichen Glaubens. Nur wenn wir in der Heiligen Schrift verwurzelt sind, können wir die noch immer bestehenden Trennungen überwinden und zum gemeinsamen Bekennen und zum gemeinsamen Lob Gottes finden. Aus diesen Gründen arbeite ich seit Jahren im Vorstand der Österreichischen Bibelgesellschaft mit.
(Foto oben, 1.v.l.)
Seit mehr als 40 Jahren lebe ich in einer Mischehe (evangelisch - katholisch). Für mich als nicht theologisch Ausgebildeten war diese Situation ein Ansporn zur Suche einer gemeinsamen christlichen Basis. Gemeinsam mit meiner Gattin habe ich dieses christliche Fundament in der Bibel gefunden. Als Ergebnis dieser Bemühungen konnten wir unser spirituelles Leben vertiefen und weiter entwickeln. Wertvolle Hilfe in unklaren Situationen und bei offenen Problemen war für mich immer wieder Römer 5,3-5 als
Lese- bzw. Meditationshilfe, um das Ziel meiner Tätigkeiten in die richtige Priorität zu bringen. Die Bibel ist somit für mich zum wichtigsten Wegweiser für alle Lebenslagen und -fragen geworden. Eine Basis, von der ich überzeugt bin, dass sie auch vielen anderen Menschen helfen kann. Mein Engagement in der Bibelgesellschaft soll dazu beitragen.
(Foto oben, Mitte)
Die Bibel - was für ein Buch! Kulturgut und Glaubensbuch, nichts Menschliches ist der Bibel fremd - jeder kann sich darin finden und darf im Vertrauen auf Gott für sich selbst Kraft und Hoffnung aus den Worten der Bibel schöpfen. Der Ausspruch Jesu "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Johannes 14,6) begleitet mich seit meiner Firmung.
Die Bibelgesellschaft trägt dazu bei, dass möglichst viele Menschen zu "ihrer Bibel" kommen - durch Übersetzungsprojekte, die Herstellung und den Verkauf von Bibeln zu einem fairen Preis und durch Bildungsangebote rund um das "Buch der Bücher".
Die Bibel ist für mich als Wort Gottes eine Leuchte für meine Füße und Licht für meinen Pfad (Psalm 119/105). Gott will, dass sein Wille im Leben des Menschen erfüllt werden soll. Ich versuche, durch mein Engagement im Dienst der Evangelisation diesen Willen Gottes zu leben und zu verkündigen.
In der Bibelgesellschaft finde ich eine lebendige Einrichtung, die wirklich dieses Vorhaben vorbildlich umsetzt - in Gedanken, aber auch in ihren Taten.
(Foto oben, 2.v.r.)
Die Bibel ist für mich eine großartige Bibliothek. Besonders fasziniert mich der Anfang des Lukas-Evangeliums (Lukas 1,1-4): "Viele haben es schon unternommen, Bericht zu geben von den Geschichten, die unter uns geschehen sind, wie uns das überliefert haben, die es von Anfang an selbst gesehen haben und Diener des Worts gewesen sind. So habe auch ich's für gut gehalten, nachdem ich alles von Anfang an sorgfältig erkundet habe, es für dich, hochgeehrter Theophilus, in guter Ordnung aufzuschreiben, damit du den sicheren Grund der Lehre erfährst, in der du unterrichtet bist." In der Bibel kommen vielfältige Stimmen zu Wort, durch die Menschen ihre Erfahrungen mit Gott beschreiben. Dies geschieht nicht in Form phantastischer Literatur, sondern aufgrund sorgfältiger Recherche und redaktioneller Entscheidungen. Und all diese Mühe dazu, damit ein Mensch ganz persönlich erfährt, dass christlicher Glaube gute Gründe hat - bis heute, für mich und für jeden, der sich auf das Lesen der Bibel und das Gespräch darüber einlässt!
Mich fasziniert die Bibel! Ich werde nie vergessen, wie ich das älteste Stück des Neuen Testaments im Original (Papyrus 52) in den Händen hielt. Das Studium der biblischen Sprachen (Hebräisch, Griechisch, Latein) zeigt mir, dass jede Bibelübersetzung eine Interpretation ist, die der aktuellen und zeitgemäßen Auslegung bedarf. Die verschiedenen christlichen Denominationen, die in der Bibelgesellschaft vertreten sind, zeigen mir, dass uns bei aller Unterschiedlichkeit in kleinen theologischen Dingen und Auslegungen das Große und Ganze der Bibel miteinander verbindet. Diese Faszination möchte ich mit anderen teilen, weil ich davon überzeugt bin, dass Gott durch die Botschaft der Bibel und seinen Heiligen Geist bis heute Menschen zu einem faszinierenden Leben im Alltag als Christ einlädt!