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Bibel im Gefängnis

Drei Gefangenenseelsorger erzählen aus ihrem Alltag.

  

 

Bibeln in der eigenen Sprache

Als Seelsorger in der Justizanstalt Suben werde ich immer wieder von Insassen angefragt, ob ich eine Bibel für sie hätte. Hier merkt man, dass gerade in solchen Lebenssituationen die Bibel Halt geben kann, der Glaube wieder mehr zum Tragen kommt und vielleicht auch eine Versicherung der eigenen Menschlichkeit darstellt.

Hier die Möglichkeit zu haben, Bibeln in der Muttersprache der Insassen anzubieten, sehe ich als sehr große Unterstützung meiner Arbeit.

Denn gerade durch die eigene Sprache lässt sich der eigene Glaube viel treffender und persönlicher ausdrücken. Und so ist es auch mit dem Wort Gottes, welches in meiner eigenen Sprache zugesprochen, an mich persönlich, mit meiner Herkunft, meiner Geschichte und Identität, die ja ganz stark durch meine Sprache geprägt wird, gerichtet ist.

Dipl. PAss Florian Baumgartner MA,kath. JA-Seelsorger Suben


 

Begegnung mit Gottes lebenspendendem Wort

Weil Menschen durch ihr ganz persönliches „finsteres Tal“ wandern. Weil sie im Moment erfahren, dass es Schuld auch jenseits aller Paragrafen und gesetzlichen Regeln gibt. Weil Menschen aus tiefer, sie existentiell berührender Not schreien. Denn es gibt viele Gründe dafür, dass Menschen in der Justizanstalt sich eine Bibel wünschen. Hinter jedem Wunsch nach einer Bibel steht ein Mensch mit seiner/ihrer ganz persönlichen Geschichte, - und die Möglichkeit, dass aus diesem Wunsch eine Begegnung mit Gottes lebendem und lebensspendendem Wort wird. Ich bin dankbar, dass es mit Hilfe der Bibelgesellschaft möglich ist, jedem Menschen seinen/ihren Wunsch nach einer Bibel zu erfüllen. Ganz egal in welcher Sprache. 

Pfarrer Mag. Jakob Kruse, evang. JA-Seelsorger Eisenstadt


 

Wirklich gute Nachrichten

Gemeinsam schleppe ich mit meinem römisch-katholischen Kollegen zwei schwere Kisten Bibeln von der Martin-Luther-Kirche in die Justizanstalt Linz. Die Bibeln müssen zwar nicht geschmuggelt werden, aber das Tragen ist gleichgeblieben.

Im Gefängnis werden die Bibeln von einem Gefangenen ganz besonders erwartet. Es ist ein junger Mann, der nun schon seit einiger Zeit bei uns im Haus ist. In einem der ersten Gespräche bat er um eine Bibel, leider konnte ich ihm nur ein Neues Testament geben.

Nach dem nächsten Gottesdienst kam er auf mich zu und verlangte nach dem Alten Testament, mit dem Neuen Testamten sei er jetzt schon durch und er würde gerne wissen, wie alles anfing. Ich freue mich, ihm diesen Wunsch nun erfüllen zu können und drücke ihm nach einem weiteren Gottesdienst die „Gute Nachricht“ in die Hand. Er lacht und meint: „Es sind wirklich gute Nachrichten“, aber die könne er mir erst im nächsten Seelsorgegespräch anvertrauen. Es ist auch im Gefängnis ein Geben und Bekommen. 

Pfarrer Mag. Wolfgang Ernst, Evangelische Gefangenenseelsorge OÖ, Linz


 

Diese Gefangenenseelsorger haben Bibeln von der Österreichischen Bibelgesellschaft bekommen und an die Gefangenen weitergegeben. Unser Motto: Jeder Gefangene soll auf Wunsch eine Bibel in seiner oder ihrer Muttersprache erhalten.

Möchten auch Sie Gefangenen eine Bibel schenken?

 

Jetzt spenden

Österreichische Bibelgesellschaft

Bibelzentrum beim Museumsquartier,

Breite Gasse 4-8/1, 1070 Wien,

Tel: 01/ 523 82 40, Fax: DW 20

Öffnungszeiten des Bibelzentrums: Montag-Freitag 9.30 - 16.00, Donnerstags bis 20.00 Uhr,
(Gruppen jederzeit
nach Vereinbarung)

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