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„Gott hat den Fremdling lieb“ in Gmunden

In Gmunden wurde heuer die Wanderausstellung „Gott hat den Fremdling lieb“ gezeigt. Jörg Piesch berichtet von den Erfahrungen mit der Ausstellungen und dem Thema "fremd" in der Gemeinde.

Die Idee, eine Predigtreihe zu einem aktuellen Thema durchzuführen, bewegte uns schon lange.

Als wir von der Wanderausstellung „Gott hat den Fremdling lieb“ hörten, kam das Thema wie gerufen.

Da die Wanderausstellung thematisch sehr gut gegliedert ist, konnte sich die 4-teilige Predigtreihe problemlos anschließen: „Eigene Fremdheitserfahrungen“ , „Jeder ist ein Ausländer – fast überall“, „Gott selber ist ein Fremder geworden“, „Mehr Leben als du ahnst- durch Gastfreundschaft“.

Mitten in den Vorbereitungen zur Wanderausstellung wurden wir plötzlich direkt mit der Flüchtlingsfrage konfrontiert,da in Altmünster ein Flüchtlingsheim eröffnet werden sollte.

Gegen das Flüchtlingsheim wurde aggressiv Stimmung gemacht. Andererseits bildete sich in Altmünster auch eine Aktionsgruppe, die gegen die aggressive Ablehnung auftrat. Als konkretes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit passten die Wanderausstellung und Predigtreihe genau.

Auch die KonfirmandInnen nahmen das Thema auf und Pfarrer Alexander Hagmüller lud dazu eine evangelische Mitarbeiterin der Aktionsgruppe in den Konfirmandenunterricht ein.

Überraschenderweise bekam Pfarrer Hagmüller danach gleich mehrmals Besuch von Fremden, die an der Pfarrtür klopften und höflich um eine einmalige Übernachtungshilfe baten.

Nach den Gottesdiensten kam es natürlich zu sehr angeregten Gesprächen.

Eine Besucherin sagte, dass sie nicht gewusst hätte, dass es in der Bibel so viele Stellen und klare Hinweise auf den Umgang mit Fremden gibt.

Ein anderes Gemeindemitglied bat um Hilfen im Umgang mit Menschen, die in Klischees ausländerfeindlich reden.

Ein Konfirmand, der mit seinen Eltern aus Norddeutschland neu in unsere Gemeinde gekommen war, erzählte im Gottesdienst von seinen eigenen Fremdheitserfahrungen. Zu einem Bettler entwickelte sich beim Kirchenkaffee eine persönliche Beziehung.

Unvergesslich bleibt für mich das Wort von Dr. Dietrich Bodenstein: „Ein Christ hat das Vorrecht, auf das Fremde und Andersartige zuzugehen in der Kraft der Versöhnung Christi“.
Jörg Piesch


Haben auch Sie Interesse an der Wanderausstellung?

> Hier finden Sie alle wichtigen Informationen.

Österreichische Bibelgesellschaft

Bibelzentrum beim Museumsquartier,

Breite Gasse 4-8/1, 1070 Wien,

Tel: 01/ 523 82 40, Fax: DW 20

Öffnungszeiten des Bibelzentrums: Montag-Freitag 9.30 - 16.00, Donnerstags bis 20.00 Uhr,
(Gruppen jederzeit
nach Vereinbarung)

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