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Überfüllte Gottesdienste, begeisterte Bibelleser

Unsere Direktorin Jutta Henner reiste nach China und lernte dabei viel über die lokale Kirche.

 

Ankunft in Bejing: Smog vernebelt die Sicht, unzählige Menschen dicht gedrängt auf engem Raum, traditionelle Gebäude neben Wolkenkratzern, Limousinen und Fahrräder, Arm und Reich. Überall Überwachungskameras. Kein Schritt bleibt unbeobachtet.

 

Geschätzte 100 Millionen Christen in China

Besuch des Gottesdienstes, die Kirche ist voll, alle lesen in ihren mitgebrachten Bibeln. Im Jahr 1949 gab es in China etwa 700.000 evangelische und zwei Millionen katholische Christen. Offiziellen Zahlen zufolge gibt es heute in den anerkannten Kirchen ca. 38-40 Millionen Evangelische und ca. 6,5 Millionen Katholiken. Dann gibt es jeweils noch die „nicht anerkannten“ Kirchen, die „Hauskirchen“, mit in etwa der gleichen Zahl an Gläubigen.

Schätzungen rechnen mit 100 Millionen Christen in China! Für viele der meist jungen Christen ist die Kirche ihre Heimat: Angebote wie Chöre, Bibelstunden oder Gebetsabende werden dankbar angenommen.

 

Unterscheidung zwischen "christlicher" und "katholischer" Religion

China kennt fünf anerkannte Religionen: Den Buddhismus, den Taoismus, den Islam, die „christliche“ (gemeint ist die  „evangelische“) und die „katholische“ Religion. Die evangelische Kirche in China ist „post-denominational“; es gibt keine Unterscheidung der Konfessionen, also keine Lutheraner, Anglikaner, Baptisten, Reformierte oder Methodisten. Alle Gemeinden sind einfach „christlich“.

Der Weltbund der Bibelgesellschaften (UBS) hat in den 80er Jahren eine strategische Entscheidung gefällt, die sich als segensreich erwiesen hat: Man arbeitet mit den anerkannten Kirchen zusammen, um so allen in China einen Zugang zur Bibel zu ermöglichen.

 

Die Kirche in China ist weiblich

Oft finden mehrere Gottesdienste nacheinander statt, weil die Kirchen die Fülle der Gläubigen gar nicht fassen können. Die Kirche in China ist weiblich: 70% der Gemeindemitglieder sind Frauen! 70% der evangelischen Christen, die sich in den 60.000 anerkannten Kirchen treffen, leben auf dem Land.

Es gibt einen Pfarrer oder eine Pfarrerin für 6.700 Gläubige; in der katholischen Kirche kommt ein Priester auf 2.000 Gläubige.

 

Liu Lei

Liu Lei, der Leiter der Bibeldruckerei in Nanjing, zeigt Jutta Henner eine der preiswerten chinesischen Bibelausgaben.

 

Bibelgesellschaften unterstützen die theologische Ausbildung

Der Bedarf an ausgebildeten Theologen, aber auch an Schulungen für ehrenamtliche Mitarbeitende, ist groß. Mit Spenden der Bibelgesellschaften wurden in den theologischen Seminaren in der Bibliothek Abteilungen mit Literatur zur Bibel eingerichtet. Auch die von der UBS China Partnership erarbeiteten Studienbibeln und Materialien für die Gemeindearbeit werden geschätzt.

Im Hochgeschwindigkeitszug nach Nanjing: Staunen in der Amity-Druckerei, wo eine Tafel in Echtzeit die Zahl der gedruckten Bibelausgaben (chinesische Bibeln für China und fremdsprachige Bibeln für den Export) anzeigt.

 

Weder Religionsunterricht noch Kinder- und Jugendarbeit

Unter 18-jährige dürfen nicht mit religiösen Inhalten konfrontiert werden. Es gibt weder Religionsunterricht noch Kinder- und Jugendarbeit. Nur im geschützten Raum der Familie können Kinder und Jugendliche etwas über die Bibel und den christlichen Glauben erfahren. Die Teilnahme an religiösen Aktivitäten ist für Personengruppen wie Lehrer, Parteimitglieder oder Mitglieder der Armee verboten. Rund um die Kirchen gibt es die allgegenwärtigen Überwachungskameras.

 

Chinesische Kultur und die Bibel

Wie kann es gelingen, den Glauben an Jesus Christus und die Besonderheiten der chinesischen Kultur zusammenzubringen? Ein gelungenes Beispiel ist eine Bibelausgabe, auf deren Einband eine traditionelle blau-weiße chinesische Porzellan-Vase abgebildet ist. Wie kann die Bibel in China im digitalen Zeitalter zu den Menschen kommen? 751 Millionen Chinesen haben Zugang zum Internet, 96% davon benutzen ein Smartphone – mit ganz eigenen Apps, denn die „westlichen“ funktionieren in China nicht….

Weiter nach Shanghai: spürbar westlicher geprägt. Auch hier der Gottesdienst überfüllt. Danach drängen sich Menschen bei einer der offiziellen Bibelverkaufsstellen, viele nehmen mehrere der preiswerten Verteilbibeln mit – für Verwandte, Kolleginnen und Kollegen oder Nachbarn. Die Freude am Glauben drängt dazu, anderen eine Bibel zu schenken!

 

Jutta Henner


 

Schenken Sie Bibeln für China!

Für viele chinesische Christen ist das größte Geschenk, eine eigene Bibel zu besitzen. Doch viele Chinesinnen und Chinesen leben unter der Armutsgrenze und können sich keine eigene Bibel leisten. Mit Ihrer Spende schenken Sie ihnen ihre eigene Bibel! 

Mit jedem Euro finanzieren Sie die Produktion einer Bibel für Chinas Christen! 20€ bewirken zum Beispiel die Produktion von 20 Bibeln für unsere Brüder und Schwestern in China!

 

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Österreichische Bibelgesellschaft

Bibelzentrum beim Museumsquartier,

Breite Gasse 4-8/1, 1070 Wien,

Tel: 01/ 523 82 40, Fax: DW 20

Öffnungszeiten des Bibelzentrums: Montag-Freitag 9.30 - 16.00, Donnerstags bis 20.00 Uhr,
(Gruppen jederzeit
nach Vereinbarung)

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